Informationen & Beratung

Alles Wissenswerte zur PIPAC-Therapie und Bauchfellerkrankungen

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Das Deutsche PIPAC-Zentrum bietet Ihnen:

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Persönliche Beratungsgespräche, in denen wir auf Ihre individuelle Situation eingehen

Hilfestellung für Angehörige, die eine wichtige Rolle bei der Begleitung und Unterstützung spielen

Umfassende Informationen über moderne Therapien wie PIPAC

Eine Krebsdiagnose stellt Patienten und Angehörige vor viele Fragen. Besonders bei einer Erkrankung des Bauchfells (Peritonealkarzinose) fühlen sich Betroffene oft unsicher, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wo sie die beste Unterstützung finden können. Wir helfen Ihnen hierbei.

Beratungsgespräch

Allgemeine Informationen im Überblick

Darstellung der PIPAC-Therapie

Pressurized Intra Peritoneal Aerosol Chemotherapy (PIPAC)

PIPAC ist ein innovatives, minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Tumorerkrankungen des Bauchfells. Dabei wird ein Chemotherapeutikum während einer kurzen Bauchspiegelung in Form eines feinen Aerosols unter Druck in die Bauchhöhle eingebracht.

Durch den Aerosol-Effekt verteilt sich das Medikament gleichmäßig über das gesamte Bauchfell und kann tief in das Tumorgewebe eindringen - bei gleichzeitig deutlich reduzierter systemischer Belastung im Vergleich zu einer klassischen Chemotherapie.

Anwendungsgebiete:

  • Peritonealkarzinose bei Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Fortgeschrittene Ovarialkarzinome
  • Weitere Tumoren mit Befall des Bauchfells

PIPAC wird in wiederholten Zyklen durchgeführt und kann sowohl als eigenständige Therapie als auch in Kombination mit anderen onkologischen Behandlungsformen eingesetzt werden. Ziel ist es, Tumorwachstum zu hemmen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern

Bauchfell

Bauchfell (Peritoneum)

Das Bauchfell ist eine dünne, glatte Haut, die den gesamten Bauchraum auskleidet. Es umhüllt viele Organe - wie Magen, Darm, Leber oder Milz - und sorgt dafür, dass sie geschützt und gut beweglich bleiben.

Man kann sich das Bauchfell wie eine Schutzhülle und Gleitschicht vorstellen: Es produziert Flüssigkeit, die verhindert, dass die Organe aneinander reiben.

Da das Bauchfell eine so große Fläche im Körper hat, können sich hier leider auch Krebszellen leicht ansiedeln und ausbreiten. In diesem Fall spricht man von einer Peritonealkarzinose.

Peritonealkarzinose

Peritonealkarzinose

Unter Peritonealkarzinose versteht man die Ausbreitung von Krebszellen auf dem Bauchfell (Peritoneum). Das Bauchfell ist eine dünne Haut, die den gesamten Bauchraum auskleidet und die inneren Organe umgibt.

Eine Peritonealkarzinose entsteht meist, wenn sich Krebszellen aus anderen Organen - zum Beispiel Magen, Darm, Eierstock oder Bauchspeicheldrüse - lösen und im Bauchraum „ansiedeln".

Häufige Beschwerden sind:

  • zunehmender Bauchumfang durch Flüssigkeitsansammlung (Aszites)
  • Verdauungsprobleme und Völlegefühl
  • Bauchschmerzen oder Druckgefühle
  • allgemeine Schwäche und Gewichtsverlust

Die Erkrankung ist oft schwer zu behandeln, da viele kleine Tumorherde im gesamten Bauchraum entstehen können. Genau hier setzt die PIPAC-Therapie an: Durch das feine Sprühverfahren erreicht das Medikament auch diese verstreuten Krebszellen deutlich besser als herkömmliche Methoden.

Therapie

Therapie bei Bauchfellbefall

Die Behandlung von Bauchfellkrebs stellt eine besondere Herausforderung dar, da die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Klassische Chemotherapien erreichen das Bauchfell nur eingeschränkt und belasten den gesamten Körper.

Mit der PIPAC-Therapie (Pressurized IntraPeritoneal Aerosol Chemotherapy) steht jedoch ein modernes, minimalinvasives Verfahren zur Verfügung. Dabei wird die Chemotherapie nicht über den Blutkreislauf, sondern direkt in die Bauchhöhle eingebracht - in Form eines feinen Sprühnebels. Durch den Überdruck verteilt sich das Medikament gleichmäßig über das Bauchfell, dringt besser ins Tumorgewebe ein und wirkt dort gezielt, während der restliche Körper geschont wird.

Die Vorteile dieser Methode:

  • Schonender Eingriff: minimalinvasive Operation über kleine Schnitte
  • Gezielte Wirkung: hohe Medikamentenkonzentration am Tumor, geringere Nebenwirkungen im ganzen Körper
  • Wiederholbarkeit: die Behandlung kann in mehreren Zyklen durchgeführt werden
  • Integration in Therapiekonzepte: PIPAC lässt sich mit anderen Behandlungen kombinieren, z. B. systemischer Chemotherapie oder Operationen

Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit Bauchfellkrebs eine sichere, innovative und wissenschaftlich fundierte Therapieoption zu bieten - mit dem Fokus auf Lebensqualität und neuen Perspektiven.

Symptome

Symptome bei Bauchfellkrebs

Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinose) entwickelt sich meist schleichend. Im frühen Stadium verursacht die Erkrankung oft keine oder nur unspezifische Beschwerden. Deshalb bleibt sie anfangs häufig unbemerkt.

Typische Symptome, die im Verlauf auftreten können, sind:

  • Unklare Bauchschmerzen oder Druckgefühl
  • Blähungen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Verdauungsprobleme
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Zunahme des Bauchumfangs (durch Flüssigkeit im Bauchraum, sogenannte Aszites)
  • Allgemeine Schwäche und Müdigkeit

Da diese Beschwerden auch viele andere Ursachen haben können, ist eine ärztliche Abklärung besonders wichtig - vor allem bei Patientinnen und Patienten, die bereits an Krebs im Magen, Darm, Eierstock oder der Bauchspeicheldrüse erkrankt sind. Eine frühe Diagnose kann helfen, geeignete Therapien wie die PIPAC-Behandlung schneller einzuleiten und die Lebensqualität zu verbessern.

Diagnose

Diagnose von Bauchfellkrebs

Die Diagnose von Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinose) ist oft schwierig, da die Erkrankung anfangs nur unspezifische Beschwerden verursacht - zum Beispiel Bauchschmerzen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder ungewollten Gewichtsverlust. Häufig wird die Erkrankung deshalb erst in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt.

Zur Abklärung kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  • Bildgebende Verfahren: Ultraschall, CT oder MRT können Veränderungen im Bauchraum sichtbar machen.
  • Körperliche Untersuchung & Blutwerte: geben erste Hinweise, sind aber allein nicht ausreichend.
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie): Hierbei können Ärztinnen und Ärzte das Bauchfell direkt betrachten, Gewebeproben entnehmen und die Ausbreitung der Erkrankung genau beurteilen. Dies gilt als Goldstandard in der Diagnostik.
  • Histologische Untersuchung: Nur die mikroskopische Analyse einer Gewebeprobe liefert die sichere Bestätigung der Diagnose.

Eine präzise Diagnose ist entscheidend, um die beste Therapie zu planen - dazu gehört auch die PIPAC-Therapie, die speziell bei Bauchfellkrebs neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnet.

PIPAC 2.0 –

eine Weiterentwicklung durch Prof. Zieren mit optimierter Dosierung, innovativer Düsentechnologie und noch besseren Behandlungsergebnissen.

Prof. Dr. Jürgen Zieren hat das originale PIPAC-Verfahren über Jahre hinweg weiterentwickelt.
Das Ergebnis: PIPAC 2.0 – eine neue Generation der intraperitonealen Aerosolchemotherapie mit signifikant verbesserten Ergebnissen.

Diese Innovationen machen die PIPAC 2.0 einzigartig:

Optimierte Dosierung

Präzise angepasste Wirkstoffkonzentrationen für maximale Wirkung bei minimaler Belastung

Modernste Düsentechnologie

Gleichmäßigere Verteilung des Wirkstoffs im gesamten Bauchraum

Druck- & Temperatursteuerung

Optimierte Parameter für eine verbesserte Aufnahme des Wirkstoffs ins Tumorgewebe

Hochdosisregime

Höhere Wirkstoffkonzentration direkt am Tumor bei gleichzeitig geringerer systemischer Belastung

Spezielle Begleittherapien

Infusions- und Supportivtherapien für eine optimale Behandlungsvorbereitung und -nachsorge

Wissenschaftlich evaluiert

Erste Ergebnisse zeigen bessere Wirksamkeit bei verbesserter Verträglichkeit

Unser Ziel

Wir möchten Ihnen Orientierung und Sicherheit zu geben. Denn wir wissen: Gut informierte Patienten können selbstbestimmter handeln und fühlen sich besser in den Behandlungsprozess eingebunden. Scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren. Gemeinsam finden wir den passenden Weg für Ihre Situation. Nutzen Sie dafür einfach unser Kontaktformular oder schreiben Sie uns per E-Mail – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

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